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<title>Maria Lidka</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Maria Lidka</span></h1>
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</div>
<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr"><p><b>Maria Lidka</b> (* <a href="29._Mai" title="29. Mai">29. Mai</a> <a href="1914" title="1914">1914</a> in <a href="Berlin" title="Berlin">Berlin</a> als <i>Marianne Louise Liedtke</i>; † <a href="12._Dezember" title="12. Dezember">12. Dezember</a> <a href="2013" title="2013">2013</a> in <a href="London" title="London">London</a>) war eine deutsche <a href="Violinistin" class="mw-redirect" title="Violinistin">Violinistin</a> und Geigenlehrerin.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Familie">Familie</h2></div>
<p>Sie war die jüngste von drei Töchtern des am <a href="Kammergericht" title="Kammergericht">Kammergericht</a> tätigen Rechtsanwalts Ernst Liedtke und seiner Ehefrau Emmy, geborene Fahsel. Ihre ältere Schwester Ilse wurde Fotografin, die andere Schauspielerin. Letztere heiratete als Gräfin Ursula <a href="Plettenberg_(Adelsgeschlecht)" title="Plettenberg (Adelsgeschlecht)">von Plettenberg</a> in den westfälischen Adel ein.
</p><p>In ihrem Elternhaus im Westen der Stadt herrschte eine musische Atmosphäre. Marianne erhielt von ihrem Vater ein Konzert-Abonnement geschenkt, so dass sie in der Folge die <a href="Berliner_Philharmoniker" title="Berliner Philharmoniker">Berliner Philharmoniker</a> unter <a href="Wilhelm_Furtw%C3%A4ngler" title="Wilhelm Furtwängler">Wilhelm Furtwängler</a> erleben konnte, aber auch <a href="Vladimir_Horowitz" title="Vladimir Horowitz">Vladimir Horowitz</a>, <a href="Erich_Kleiber" title="Erich Kleiber">Erich Kleiber</a>, <a href="Otto_Klemperer" title="Otto Klemperer">Otto Klemperer</a>, <a href="Arthur_Rubinstein" class="mw-redirect" title="Arthur Rubinstein">Arthur Rubinstein</a>, <a href="Artur_Schnabel" title="Artur Schnabel">Artur Schnabel</a> oder <a href="Bruno_Walter" title="Bruno Walter">Bruno Walter</a>. Über jeden Konzertbesuch führte sie penibel Buch, so dass sie die Qualität und die Atmosphäre der Veranstaltungen auch noch im Alter jederzeit zu rekapitulieren vermochte.
</p><p>Nach der <a href="Machtergreifung_der_Nationalsozialisten" class="mw-redirect" title="Machtergreifung der Nationalsozialisten">Machtergreifung der Nationalsozialisten</a> Ende Januar 1933 erhielt ihr Vater <a href="Berufsverbot" class="mw-redirect" title="Berufsverbot">Berufsverbot</a>, er starb nur acht Monate später.
</p><p>1955 heiratete sie Walter May, einen aus Deutschland emigrierten Betriebsdirektor aus Köln. Mit diesem bekam sie zwei Söhne, den später am King’s College in London tätigen Philosophen Simon May und den späteren Cellisten Marius May. Ihr Schwager, der Arzt Edward May aus Highgate, war ein bekannter Amateur-Cellist.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihr Ehemann, der ab 1938 in Cardiff eine Fabrik führte, verstarb bereits 1963.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihre beiden Söhne musste sie daher überwiegend allein großziehen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Ausbildung">Ausbildung</h2></div>
<p>Der Cellist <a href="Gregor_Piatigorsky" title="Gregor Piatigorsky">Gregor Piatigorsky</a> empfahl ihr ein Studium bei <a href="Josef_Wolfsthal" title="Josef Wolfsthal">Josef Wolfsthal</a>. Neun Monate nach dessen sehr frühem Tod wurde sie ab 1931 von <a href="Max_Rostal" title="Max Rostal">Max Rostal</a> unterrichtet. Dieser wollte sie während eines Jahres auf ein Studium an der <a href="Universit%C3%A4t_der_K%C3%BCnste_Berlin" title="Universität der Künste Berlin">Hochschule für Musik</a> vorbereiten, an der er selbst wirkte. Beim Unterricht machte sie gute Fortschritte und konnte bereits beim Berliner <a href="Deutsche_Welle_GmbH" title="Deutsche Welle GmbH">Deutschlandsender</a> auftreten.
</p><p>Nach der <a href="Machtergreifung" title="Machtergreifung">Machtübergabe</a> an die Nationalsozialisten und deren Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerungsminderheit war ihr Geigenlehrer Rostal, der drei Mitglieder des <i>Amadeus Quartetts</i> unterrichtete, nach Großbritannien emigriert. Auch Marianne Liedtke sah ihre künstlerischen und beruflichen Pläne in Deutschland als zerschlagen an. Sie überlegte daher, in eine kulturelle Metropole wie die französische Hauptstadt zu emigrieren, entschied sich dann jedoch, ihrem Lehrer Rostal 1934 nach London zu folgen.
</p><p>In einem <a href="Boardinghouse" title="Boardinghouse">Boardinghouse</a> lebte sie mit der Geigerin Lilo Kantorowicz († 3. Juni 2013) und der Cellistin Eva Heinitz (1907–2001) zusammen. Dort lehrte sie englischen Kindern die deutsche Sprache und gab Geigenunterricht. Gleichzeitig nahm sie selbst noch bis 1936 Geigenunterricht bei Max Rostal. Zusammen mit ihrer Mitbewohnerin, der Cellistin Eva Heinitz, und dem Pianisten Peter Gellhorn (1912–2004), bildete Marianne Liedtke ein Trio und trat auf. 1936 agierte sie gemeinsam mit Gellhorn auch als Duo. Während der Gültigkeitsdauer ihres deutschen Passes konnte sie noch bis 1938 regelmäßig nach Deutschland reisen, danach war dies nicht mehr möglich.
</p><p>Der aus Deutschland geflohene Arzt und Amateur-Cellist Edward May lud Studenten von Max Rostal und andere Flüchtlinge zu Musikabenden ein. Dadurch ergab es sich, dass Liedtke mit <a href="Norbert_Brainin" title="Norbert Brainin">Norbert Brainin</a>, dem österreichischen Pianisten <a href="Paul_Hamburger" title="Paul Hamburger">Paul Hamburger</a> und dem ebenfalls aus Österreich stammenden Violinisten Siegmund Nissel (1922–2008) gemeinsam öffentlich auftrat. Sie gestaltete Kammermusikabende bei gut situierten Bewohnern der britischen Hauptstadt, so beispielsweise bei dem New Yorker Bildhauer <a href="Jacob_Epstein" title="Jacob Epstein">Jacob Epstein</a> (1880–1959), dem sie Stücke vorspielte, die sie gerade studierte. Durch dessen Bemühungen und durch die Unterstützung von prominenten Briten sowie der <a href="Qu%C3%A4ker" class="mw-redirect" title="Quäker">Quäker</a> erhielt sie vom britischen <a href="Home_Office_(Ministerium)" title="Home Office (Ministerium)">Innenministerium</a> sowohl eine unbefristete Arbeitserlaubnis als auch eine uneingeschränkte Aufenthaltserlaubnis. Neben ihrem Studium konnte sie zunehmend Kontakte zu britischen Musikern aufbauen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Werdegang">Werdegang</h2></div>
<p>Im Januar 1939 stand sie in einem Violin-<a href="Recital" title="Recital">Recital</a>, begleitet von <a href="Gerald_Moore" title="Gerald Moore">Gerald Moore</a>, mit Werken von <a href="C%C3%A9sar_Franck" title="César Franck">Franck</a> und <a href="Wolfgang_Amadeus_Mozart" title="Wolfgang Amadeus Mozart">Wolfgang Amadeus Mozart</a> auf der Bühne der <a href="Wigmore_Hall" title="Wigmore Hall">Wigmore Hall</a>. Im Kammerensemble unter der Leitung von <a href="Walter_Goehr" title="Walter Goehr">Walter Goehr</a> war sie die Konzertmeisterin.
</p><p>Ein zu langes Verweilen bei einem der Konzertabende brachte sie wegen der kriegsbedingt geltenden <a href="Ausgangssperre" title="Ausgangssperre">Ausgangssperre</a> und ihres Aufenthaltsstatus als <i><a href="Enemy_Alien#Großbritannien" title="Enemy Alien">enemy alien</a></i> (= feindlicher Ausländer) für eine Nacht in eine Gefängniszelle, wofür man sich später bei ihr entschuldigte. In derselben Nacht erhielt ihre Unterkunft in Belsize Park einen direkten Bombentreffer der deutschen <a href="Luftwaffe_(Wehrmacht)" title="Luftwaffe (Wehrmacht)">Luftwaffe</a>. Der kurzzeitige Gefängnisaufenthalt könnte ihr demzufolge das Leben gerettet haben. Sie verlor jedoch ihre gesamte Habe und musste sich komplett neu organisieren und ausstatten.
</p><p>1939 lernte sie den tschechischen Außenminister <a href="Jan_Masaryk" title="Jan Masaryk">Jan Masaryk</a> kennen. Dadurch wurde sie anstelle von Marie Hlouňová (1912–2006) Mitglied des neu gegründeten <i>Czech Trio</i> mit Walter Süsskind (1913–1980) am Piano und Karel Horitz (1913–1990) am Violoncello. Die <a href="Tschechoslowakische_Exilregierung" title="Tschechoslowakische Exilregierung">tschechoslowakische Exilregierung</a> in London, welche die Gründung des Trios angeregt hatte, übernahm die Honorare der Musiker. Die Kollegen hielten es für angebracht, ihr einen tschechisch klingenden Künstlernamen zu geben, denn nach der deutschen <a href="Zerschlagung_der_Tschechoslowakei" title="Zerschlagung der Tschechoslowakei">Besetzung der Tschechoslowakei</a> und die <a href="The_Blitz" title="The Blitz">Luftangriffe auf England</a> hatte ein deutscher Name keinen guten Klang. So wurde aus Marianne Liedtke die künftige Maria Lidka.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Londoner Agentur Ibbs & Tillett vermittelte das Trio. Im Dezember 1940 wurde es von der <a href="BBC" class="mw-redirect" title="BBC">BBC</a> für Hörfunksendungen und Studioaufnahmen verpflichtet. In der <a href="National_Gallery_(London)" title="National Gallery (London)">National Gallery</a> fanden zwischen Oktober 1939 und April 1946 täglich Konzerte statt, an denen Lidka in unterschiedlichen Ensembles mitwirkte, auch mit <a href="Benjamin_Britten" title="Benjamin Britten">Benjamin Britten</a>. Oft war sie die einzige Deutsche, sie spielte aber auch zusammen mit anderen Flüchtlingen, die vor der nationalsozialistischen Verfolgung geflüchtet waren.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ab 1939 und nach dem <a href="Zweiter_Weltkrieg" title="Zweiter Weltkrieg">Zweiten Weltkrieg</a> trat sie mit Werken der zeitgenössischen britischen Komponisten <a href="Richard_Rodney_Bennett" title="Richard Rodney Bennett">Richard Rodney Bennett</a>, Benjamin Britten, <a href="Peter_Racine_Fricker" title="Peter Racine Fricker">Peter Racine Fricker</a> und <a href="Michael_Tippett" title="Michael Tippett">Michael Tippett</a> zusammen mit begabten britischen Instrumentalisten auf. Ab 1943 wirkte sie im Barockensemble von Karl Haas (1900–1970) mit. Duo- und Triopartner waren u. a. Benjamin Britten, Max Rostal, <a href="Peter_Stadlen" title="Peter Stadlen">Peter Stadlen</a> und Gerald Moore. Ab 1944 war sie an den Boosey & Hawkes-Konzerten mit zeitgenössischer Musik beteiligt. Als Konzertmeisterin des <i>Morley College Orchestra</i> und des <i>String Ensemble</i> agierte sie unter Leitung von Michael Tippett. In dem 1944 gegründeten <i>London String Trio</i> spielte sie viele Jahre gemeinsam mit Watson Forbes (Viola) und Vivian Joseph (Violoncello) überwiegend klassische Kompositionen.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>1946 reiste Lidka nach Berlin, um ihre Familie zu besuchen. Konzerttourneen führten sie als Solistin nach Deutschland, Frankreich, in die Niederlande und in die Schweiz. Nach der Einführung des dritten Programms der BBC war sie dort regelmäßig als Kammermusikerin oder Solistin zu hören. 1951 war sie Solistin im Konzert „Musik der jungen Generation – 2. Orchesterkonzert“ bei den <a href="Darmst%C3%A4dter_Ferienkurse" title="Darmstädter Ferienkurse">Darmstädter Ferienkursen</a> und führte in diesem Rahmen <a href="Peter_Racine_Fricker" title="Peter Racine Fricker">Peter Racine Frickers</a> <i>Concerto No. 1 for Violin and Small Orchestra op. 11</i> in der deutschen Erstaufführung auf.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Sie spielte bei der Premiere der <i>Sonate in G-dur</i> von <a href="Franz_Reizenstein" title="Franz Reizenstein">Franz Reizenstein</a> in der Londoner Wigmore Hall. 1950 spielte sie gemeinsam mit Margaret Kitchin (1914–2008) bei der Premiere von Frickers Violinensonate. 1951 schrieb Fricker sein erstes Violinkonzert (Violin-Konzert Nr. 1, op. 11, 1951 live und in der BBC uraufgeführt), das er Lidka widmete. Es erhielt den Preis des <i>Arts Council Festival of Britain</i>. Sie spielte es bei der Premiere mit dem London National Orchestra unter der Leitung von Walter Goehr sowie bei den jährlich stattfindenden <a href="Proms" title="Proms">Promenadenkonzerten</a> (Proms) mit dem <a href="BBC_Symphony_Orchestra" title="BBC Symphony Orchestra">BBC Symphony Orchestra</a> unter der Leitung von <a href="Malcolm_Sargent" title="Malcolm Sargent">Malcolm Sargent</a>. 1953 spielte sie beim <i>Edinburgh Festival</i> das Geigensolo in der Premiere von Tippetts <i>Fantasia Concertante</i> über ein Thema von <a href="Arcangelo_Corelli" title="Arcangelo Corelli">Arcangelo Corelli</a>. 1953 spielte sie <a href="Iain_Hamilton_(Komponist)" title="Iain Hamilton (Komponist)">Iain Hamiltons</a> Variations for solo violin und 1954 <a href="John_Joubert_(Komponist)" title="John Joubert (Komponist)">John Jouberts</a> concerto beim <i>York Festival</i> unter der Leitung von John Hopkins (1927–2013). Im selben Jahr war sie es, die <a href="Boris_Blacher" title="Boris Blacher">Boris Blachers</a> <i>Sonate für Violine solo</i> erstmals dem Publikum vorstellte. Lidka bildete 1959 mit Franz Reizenstein und Derek Simpson (1928–2007) ein Trio, auf Simpson folgte später Christopher Bunting (1924–2005). 1960 spielte sie mit Otto Freudenthal (1934–2015) anlässlich des <i>York-Festivals</i> alle Beethoven-Sonaten. Beide traten auch mit beiden <a href="Kammermusik_von_B%C3%A9la_Bart%C3%B3k#Werke_für_Violine_und_Klavier" title="Kammermusik von Béla Bartók">Sonaten</a> von <a href="B%C3%A9la_Bart%C3%B3k" title="Béla Bartók">Béla Bartók</a> sowie <a href="Arnold_Sch%C3%B6nberg" title="Arnold Schönberg">Arnold Schönbergs</a> <i>Phantasy for Violin with Piano Accompaniment</i> (1949) auf.
</p><p>In den späten 1960er Jahren bildete sie mit <a href="Peter_Wallfisch" title="Peter Wallfisch">Peter Wallfisch</a> (1924–1993) ein Duo, dessen Schwerpunkt auf dem Repertoire der Wiener Klassik lag, das jedoch auch Werke von Béla Bartók, <a href="Leo%C5%A1_Jan%C3%A1%C4%8Dek" title="Leoš Janáček">Leoš Janáček</a>, <a href="Kenneth_Leighton" title="Kenneth Leighton">Kenneth Leighton</a>, Franz Reizenstein und <a href="M%C3%A1ty%C3%A1s_Seiber" title="Mátyás Seiber">Mátyás Seiber</a> zu Gehör brachte. Wallfisch war über zwanzig Jahre ihr Duo-Partner, mit dem sie beispielsweise Ludwig van Beethovens Sonaten-Zyklus für Klavier und Violine darbot. Ein weiterer Duopartner war der Pianist Richard Greenwood († 27. Dezember 2007), mit dem sie über mehrere Jahre auftrat. Francis Routh (* 15. Januar 1927) widmete ihr sein <i>Duo op. 12</i>, uraufgeführt 1967 und den <i>Dialogue for Violin and Orchestra op. 16</i>; uraufgeführt 1968. Franz Reizenstein widmete ihr seine <i>Sonate für Violine und Klavier op. 20</i>.
</p><p>Die <a href="The_Times" title="The Times">Times</a> charakterisierte ihr Spiel durch „seriousness, energy, and warm yet finely drawn tone“ (= Ernsthaftigkeit, Energie und eine warme, jedoch fein gezogene Klangfarbe). Der <a href="The_Daily_Telegraph" title="The Daily Telegraph">Telegraph</a> resümierte, dass Maria Lidka viele Jahre lang alle wichtigen Erstaufführungen für Violine zu bestreiten schien: „For many years it seemed as if Maria Lidka gave all the important violin premières“.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Von 1955 bis 1985 unterrichtete Maria Lidka als Professor für Violine am <a href="Royal_College_of_Music" title="Royal College of Music">Royal College of Music</a> in London. Nebenbei trat sie als freischaffende Musikerin auf. Zu ihren Schülern gehören Eri Konii und <a href="Helge_Slaatto" title="Helge Slaatto">Helge Slaatto</a>.
</p><p>Bis ins hohe Alter spielte sie die 1955 von ihr erworbene <a href="Stradivari_(Musikinstrument)" title="Stradivari (Musikinstrument)">Stradivari</a> „Willemotte“ aus dem Jahr 1734. Sie starb im Alter von 99 Jahren.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.telegraph.co.uk/news/obituaries/10569082/Maria-Lidka-obituary.html"><i>Maria Lidka - obituary</i></a>. In: <a href="The_Daily_Telegraph" title="The Daily Telegraph">The Daily Telegraph</a>, 13. Januar 2014, auf: telegraph.co.uk, abgerufen am 17. April 2016</span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text">Daniel Snowman: <i>The Hitler Emigrés: The Cultural Impact on Britain of Refugees from Nazism</i>. Random House. New York City 2010. ISBN 978-0-7126-6579-7.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00002400"><i>Maria Lidka</i></a>, auf: uni-hamburg.de, abgerufen am 17. April 2016</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.pressreader.com/uk/the-jewish-chronicle/20140411/282583080989355/TextView">Gloria Tessler: <i>Maria Lidka</i></a>. In: The Jewish Chronicle, 11. April 2014, auf: pressreader.com, abgerufen am 17. April 2016</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Universität der Künste Berlin, Archiv: <i>Nachlass Max Rostal mit Informationen betreffend Maria Lidka</i>. Sign.: Bestand 108</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Royal College of Music, London, Centre of Performance History, Archiv, enthält Programmzettel mit Nachweisen von Maria Lidkas Auftritten in Großbritannien</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Jutta Raab Hansen: <i>NS-verfolgte Musiker in England. Spuren deutscher und österreichischer Flüchtlinge in der britischen Musikkultur</i>. Phil. Diss. Universität Hamburg 1995, von Bockel. Hamburg 1996. ISBN 978-3-928770-69-9.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Gianmario Borio, Hermann Danuser (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">Im Zenit der Moderne: Die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt 1946–1966</cite>. 1. Auflage. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>3</span>. Rombach, Freiburg im Breisgau 1997, ISBN 978-3-7930-9138-7, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>513<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>ff</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Maria+Lidka&rft.btitle=Im+Zenit+der+Moderne%3A+Die+Internationalen+Ferienkurse+f%C3%BCr+Neue+Musik+Darmstadt+1946-1966&rft.date=1997&rft.edition=1&rft.genre=book&rft.isbn=9783793091387&rft.pages=513ff.&rft.place=Freiburg+im+Breisgau&rft.pub=Rombach&rft.volume=3" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://slippedisc.com/2013/12/for-many-years-she-gave-all-the-important-violin-premieres-in-the-uk/"><i>For many years, she gave all the important violin premieres</i></a>, auf slippedisc.com, abgerufen am 17. April 2016</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.theguardian.com/music/2014/jan/16/maria-lidka"><i>Maria Lidka obituary</i></a>. In: <a href="The_Guardian" title="The Guardian">The Guardian</a>, 16. Januar 2014, auf: theguardian.com, abgerufen am 17. April 2016</span>
</li>
</ol>
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